Manuelle Therapie
Die manuelle Therapie (nach Cyriax, Maitland, Kaltenborn Evjenth) befasst sich
mit der Untersuchung und Behandlung von reversiblen (rückbildungsfähigen)
Gelenkfunktionseinschränkungen mit Hilfe gezielter Handgriffe, die zur
Erkennung bzw. Wiederherstellung des Gelenkspiels geeignet sind (egal nach welcher
Richtung und Methode).
Die manuelle Therapie ist eine Mechanotherapie und gleichzeitig eine Reflextherapie.
Somit darf der Therapeut die Gelenke nie nur mechanisch betrachten. D.h. also,
dass die Funktion des Bewegungssystems nicht nur mechanische Arbeit, sondern
als die gemeinsame Leistung all seiner Systemteile, also auch der ihm zugeordneten
Teile des Nervensystems zu verstehen ist. Funktion bedeutet hierbei die intakte,
gemeinsame und zielorientierte Leistung aller Systeme in einer Zeit.
Jede Blockierung im Bewegungssystem hinterlässt reflektorisch-algetische
Krankheitszeichen (die sogenannten RAK's.) Diese sind meist reflektorisch woanders
schmerzhaft. Nicht die Therapie der schmerzhaften Struktur, sondern die auslösenden
Funktionsstörungen sind zu behandeln.