Bindegewebsmassage
Die Bindegewebsmassage ist eine relativ junge Richtung der Massage. Die Bindegewebsmassage
wird nicht nur zur Behandlung, sondern auch zur Diagnose von Erkrankungen eingesetzt.
Bei der Bindegewebsmassage geht man davon aus, dass bei Erkrankungen der inneren
Organe Spannungsunterschiede im lockeren Bindegewebe der Unterhaut entstehen.
Diese Spannungen versucht der Masseur zu beheben, indem er zunächst die
Spannung im Bindegewebe ertastet, beurteilt und danach auszugleichen versucht.
Technik der Bindegewebsmassage
Die Grundlage der Bindegewebsmassage ist der Tastbefund des Gewebes. Dabei versucht
der Therapeut folgende Fragen zu beantworten:
- Wie hoch ist der Flüssigkeitsgehalt des Gewebes?
- Finden sich Rheumaknötchen in der Unterhaut?
- Bestehen Spannungsunterschiede in der Muskulatur?
Danach reizt er alle Gebiete mit einer verminderten Spannung mittels einer
besonderen Massagetechnik, bis es zum Spannungsausgleich kommt. Durch die Bindegewebsmassage
sollen auch Organe im Körperinnern beeinflusst und deren Funktionen verbessert
werden. Die Massage wird zwei- bis dreimal pro Woche durchgeführt und dauert
etwa 10 bis 15 Minuten.
Wie kann die Bindegewebsmassage eingesetzt werden?
Mit der Bindegewebsmassage wird versucht, neben der örtlichen Wirkung auch
entfernt liegende Gebiete und Organe günstig zu beeinflussen. Folgende
Beschwerden sollen gut auf diese Massagetechnik ansprechen:
- Magen-Darmstörungen nach Entzündungen
- Leber- und Gallenbeschwerden nach einer Leberentzündung
- Schmerzen verschiedener Art, zum Beispiel Migräne
- Menstruationsbeschwerden
- Rheumatische Erkrankungen (Gelenkschmerzen)
- Durchblutungsstörungen der Beine
- Nicht entzündliche Venenleiden, zum Beispiel Krampfadern